Rudi Assauer sollte Manager beim FC Bayern München werden

Rudi Assauer, das Gesicht vom FC Schalke 04.
Es hätte aber auch anders kommen können.
Der FC Bayern München wollte Rudi Assauer als Manager an die Isar holen.

Rudi Assauer war aktiv als Spieler von Borussia Dortmund und Werder Bremen.
Er war Trainer beim SV Werder und hat als Manager von Werder Bremen 1981 Otto Rehhagel nach Bremen geholt.
Rudi Assauer hätte aber auch einen anderen Weg beschreiten können, der FC Bayern wollte ihn als Manager haben.
1979 hatte Rudi Assauer aber einen Rückzieher gemacht, er ging nicht zum FC Bayern München.
Wer weiß heute schon wie viele Erfolge er hätte verstreichen können.
1979 nahm Bayern München mit Rudi Assauer auf.
Bayerns letzte deutsche Meisterschaft lag zu diesem Zeitpunkt fünf Jahre zurück, der letzte DFB Pokalsieg sogar 8 Jahre.
Während die Mannschaft vom FC Bayern München unter Leitwolf  Paul Breitner ihren Präsidenten Wilhelm Neudecker zwang, den bereits verpflichteten Trainer Max Merkel wieder zu entlassen, suchte Neudecker auch fieberhaft nach einem Manager.
„Herr Assauer wir brauchen einen guten Manager“ sagte Neudecker damals am Telefon.
Weil aber Werder Bremen mitten im Abstiegskampf war wollte Rudi Assauer keine Entscheidung vor dem 4 April 1979.
Das war der Tag wo Werder Bremen am 25. Spieltag beim FC Bayern München antreten musste.
Neudecker ließ aber nicht locker, und flog mit seiner Frau nach Bremen um Rudi Assauer persönlich zu überzeugen.
Auch Assauer besuchte die Bayern, sah sich sogar schon einige Villen im Grünwald an.
„Damals gab es noch nicht so einen Medienrummel, kein Journalist wurde hellhörig“ schrieb Assauer später in seiner Biografie.
Für Assauer war wichtig das er seinen Arbeitsplatz sauber verlässt.
„'Ich komme, sobald klar ist, dass wir nicht absteigen. Wie hätte das denn ausgesehen? Das macht man nicht."
Neudecker akzeptierte das aber nicht und machte weiter Druck, ließ Assauer nicht die Zeit, die der gebraucht hätte. Auch Werder Bremen wollte Assauer nicht ziehen lassen.
Schließlich rief Assauer bei Neudecker an und sagte: 'Danke für das Angebot. Mein Bauch und mein Kopf haben Nein gesagt.'"

Im Mai 1979 zog Neudecker dann die zweite Wahl und installierte Uli Hoeneß als Manager beim FC Bayern München.
Bremen verlor in München 0:4 konnte aber die Klasse halten. Aber direkt im nächsten Jahr stieg Werder Bremen aus der Bundesliga ab.
„Ich habe Neudeckers unterschriftsreifen Vertrag lange in meinen Unterlagen aufbewahrt. Vielleicht hätte der Uli dann nicht so eine Karriere gemacht, er sollte mir bei Gelegenheit mal einen ausgeben“ schrieb Assauer in seine Biografie.

„Uli Hoeneß sei aber zu Recht der größte, weil fähigste Manager der Bundesliga. Wir hatten  immer ein sehr gutes Verhältnis, das von gegenseitigem Respekt geprägt war hatten. Wenn das Verhältnis mal angespannt war, dann nur wegen Bayern und Schalke, außerhalb vom Platz waren wir Freunde. Wenn wir unser Wort gaben brauchten wir keinen Vertrag, unser Wort hat gezählt"“

Uli Hoeneß sagte damals als er vom Tot Rudi Assauers erfuhr:
„Wir haben uns gestritten wie die Berserker aber immer gemocht, er war halt ein kantiger Typ aus dem Ruhrpott. Er war einer der die Bundeliga fehlen wird“.

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